Gesundheit auf Reisen

Impfungen für Vietnam: welche Gruppen zur Sprache kommen, wer entscheidet und wann Sie fragen sollten

Aktualisiert: 2026-10-18 8 Min. Lesezeit
Impfungen für Vietnam: welche Gruppen zur Sprache kommen, wer entscheidet und wann Sie fragen sollten

Das Wichtigste in Kürze

  • Welche Impfungen für Vietnam empfohlen werden, legt in Deutschland die STIKO am Robert Koch-Institut fest, und die Auswahl für Ihre Reise trifft eine reisemedizinische Beratung. Diese Seite nennt die Gruppen und sagt, wohin Sie damit gehen — sie ersetzt die Beratung nicht.
  • Der erste Schritt ist keine Reiseimpfung, sondern der Impfpass: vor der Reise wird geprüft, ob die Standardimpfungen nach dem Impfkalender vollständig sind. Ohne das Heft kann niemand sehen, was Sie schon haben.
  • Planen Sie den Termin früh — als Richtwert etwa vier bis sechs Wochen vor dem Abflug, weil bei manchen Impfungen mehrere Wochen vergehen, bis der Schutz aufgebaut ist. Kurzfristig ist oft noch etwas möglich, aber nicht alles.
  • Drei Dinge werden regelmäßig verwechselt: Gelbfieber ist für Vietnam keine Einreisepflicht, Malaria ist keine Impfung, und gegen Dengue hilft zuerst Mückenschutz.
  • Keine Impfung schützt vor Reisedurchfall, vor Mückenstichen oder vor einem Motorrollerunfall — und genau das sind die Gründe, aus denen Reisende hier medizinische Hilfe brauchen.
  • Wenn Sie in Vietnam krank werden: bei Lebensgefahr 115. Für alles andere können Sie uns anrufen — speichern Sie die Nummer, bevor Sie fliegen, nicht erst, wenn es soweit ist.

Sie planen eine Reise nach Vietnam und haben „Impfung Vietnam“ gesucht. Was Sie dabei eigentlich wissen wollen, ist eine Liste — und genau die darf auf dieser Seite nicht stehen. Was hier steht, ist der Weg zu dieser Liste: welche Gruppen von Impfungen für Vietnam überhaupt zur Sprache kommen, wer verbindlich entscheidet, wie früh Sie den Termin brauchen, und wogegen keine Impfung schützt.

Warum hier keine Liste steht

Wir sind ein medizinischer Dienst IN Vietnam, keine reisemedizinische Praxis in Deutschland. Welche Impfungen empfohlen sind, in welcher Zahl und in welchem Abstand, hängt an Ihrem Impfpass, an Reisedauer, Reisestil, Jahreszeit, Alter und Vorerkrankungen — und wird in Deutschland nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut festgelegt. Eine Zahl von uns wäre hier im besten Fall überflüssig und sonst falsch für Sie.

Die aktuelle, verbindliche Fassung lesen Sie dort, wo sie gepflegt wird: beim Robert Koch-Institut für die STIKO-Empfehlungen und beim US-amerikanischen CDC auf der Reiseseite zum Zielland Vietnam. Das ist auch die Reihenfolge, die wir empfehlen: erst die offizielle Empfehlung, dann der Termin, dann die Reise.

Wer entscheidet — und was Sie zum Termin mitbringen

  • Hausärztin oder Hausarzt: der normale erste Weg. Reicht für die Prüfung des Impfpasses und für die gängigen Reiseimpfungen meistens aus.
  • Reisemedizinische oder tropenmedizinische Beratungsstelle: sinnvoll bei langem Aufenthalt, Reisen abseits der Städte, Schwangerschaft, kleinen Kindern, chronischer Erkrankung oder geschwächtem Immunsystem.
  • Betriebsärztlicher Dienst: wenn Sie beruflich reisen — oft der schnellste Termin.
  • Gesundheitsamt: in vielen Städten eine Anlaufstelle für Reiseimpfungen und amtliche Bescheinigungen.
  • Nehmen Sie den Impfpass mit, auch einen unvollständigen oder alten. Finden Sie ihn nicht, sagen Sie das beim Termin — dafür gibt es ein Vorgehen, aber es kostet Zeit.
  • Fragen Sie vorab bei Ihrer Krankenkasse nach Reiseimpfungen: viele übernehmen sie als freiwillige Leistung, und welche, steht in der Satzung der jeweiligen Kasse.

Wann Sie fragen sollten

Als Richtwert: etwa vier bis sechs Wochen vor dem Abflug. Der Grund ist nicht Bürokratie, sondern Biologie — bei einem Teil der Impfungen vergehen mehrere Wochen, bis der Schutz aufgebaut ist, und manche brauchen mehr als einen Termin. Wenn Sie in zehn Tagen fliegen, ist der Anruf trotzdem nicht sinnlos: es ist dann nur nicht mehr alles möglich, und welcher Teil noch geht, entscheidet die Beratung.

Welche Gruppen überhaupt zur Sprache kommen

Die folgende Übersicht ist eine Landkarte, keine Verordnung. Sie soll Ihnen helfen, beim Termin die richtigen Fragen zu stellen und die Antwort einzuordnen. Was davon für Sie gilt und in welcher Form, steht in der STIKO-Empfehlung und wird in der Beratung entschieden.

GruppeWarum sie bei Vietnam zur Sprache kommtWer entscheidet
Standardimpfungen nach ImpfkalenderDer erste Punkt bei jeder Reiseberatung: der Impfpass wird geprüft und Lücken werden geschlossen, bevor über Reiseimpfungen gesprochen wirdSTIKO-Empfehlung, umgesetzt in der Beratung
Hepatitis ADie klassische Reiseimpfung für Länder mit anderen Hygienestandards — Übertragung über Wasser und LebensmittelReisemedizinische Beratung
TyphusKommt je nach Reisedauer, Reisestil und Verpflegung zur Sprache, nicht pauschalReisemedizinische Beratung
Hepatitis BThema bei längerem Aufenthalt, bei medizinischen Tätigkeiten und bei engem KontaktReisemedizinische Beratung
TollwutVietnam ist ein Risikoland; wird besonders bei längeren Aufenthalten, Reisen abseits der Städte und bei Kindern erwogenReisemedizinische Beratung
Japanische EnzephalitisIn Vietnam endemisch; Thema vor allem bei längeren Aufenthalten im ländlichen Raum und je nach JahreszeitReisemedizinische Beratung

Drei Dinge, die regelmäßig verwechselt werden

  • GELBFIEBER ist für Vietnam keine Einreisepflicht — es gibt dort kein Gelbfieber. Eine Bescheinigung kann aber verlangt werden, wenn Sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen oder dort einen längeren Zwischenstopp hatten. Wenn Ihre Route über Afrika oder Südamerika führt, ist das eine Frage für den Termin.
  • MALARIA ist keine Impfung. Es gibt dafür keinen Impfstoff für Reisende, sondern Mückenschutz und — je nach Region und Reiseart — eine Vorbeugung mit Medikamenten. Ob das für Ihre Route ein Thema ist, hängt davon ab, wohin genau Sie fahren: in den Städten und in weiten Teilen der Küstenregion stellt sich die Frage anders als in abgelegenen bewaldeten Gebieten. Das gehört in die Beratung.
  • DENGUE wird in Vietnam von einer tagaktiven Mücke übertragen, also zählt Schutz am Tag genauso wie in der Nacht. Ein Impfstoff existiert, aber ob er für Sie infrage kommt, ist eine ärztliche Entscheidung und ersetzt den Mückenschutz nicht.

Wogegen keine Impfung schützt

Das ist der Teil, der in Impflisten fehlt, und es ist der Teil, aus dem Reisende hier tatsächlich bei uns anrufen. Keine Impfung schützt vor:

  • Reisedurchfall — die häufigste Erkrankung auf Reisen überhaupt. Die Gefahr liegt nicht in der Infektion, sondern im Flüssigkeitsverlust.
  • Mückenstichen und damit vor Dengue — hier hilft Schutz, nicht Impfschutz.
  • Stürzen mit dem Motorroller, Schürfwunden und Verbrennungen am Auspuff.
  • Hitze und Sonne in den ersten Tagen, bevor der Körper sich umgestellt hat.
  • Lebensmittelvergiftung, Atemwegsinfekten und allem anderen, was Sie auch zu Hause bekommen könnten.

Wenn Sie in Vietnam doch krank werden

RUFEN SIE SOFORT 115, oder fahren Sie in die nächste Notaufnahme, bei: Brustschmerz, ausgeprägter Atemnot, Schwäche in einer Körperhälfte oder undeutlicher Sprache, Verwirrtheit, Krampfanfall, Blutung, die nicht aufhört, Bluterbrechen, schwarzem Stuhl oder schwerer Verletzung. In diesen Situationen zählt Geschwindigkeit mehr als Sprache — um die Verständigung kümmert man sich vor Ort. — LASSEN SIE SICH ZEITNAH ANSEHEN, ohne dass es ein Notfall ist, bei: Fieber, das nicht zurückgeht; Durchfall, bei dem Trinken nicht mehr ankommt; Blut im Stuhl; Wunden, die sich entzünden; einem Tierbiss oder einer Kratzwunde durch ein Tier; und immer dann, wenn Sie unsicher sind, wie ernst es ist. Fragen Sie im Zweifel nach, bevor Sie es allein entscheiden.

Was wir machen — und was nicht

Wir impfen Sie nicht für Ihre Reise: diese Entscheidung gehört nach Deutschland, vor den Abflug. Was wir machen, beginnt danach. Y Tế Xanh (Greencare) ist ein medizinischer Dienst in Vietnam: Ärztinnen und Ärzte kommen zur Untersuchung dorthin, wo Sie wohnen; Pflegekräfte führen ärztliche Anordnungen aus, also Injektionen, Infusionen und Verbandwechsel; dazu gibt es eine Videosprechstunde und eine Durchsicht der Medikamente, die Sie dabeihaben. Unsere Ärztinnen und Ärzte sprechen Englisch. Auf Wunsch erhalten Sie Rechnung und Befund auf Englisch — das, was eine Versicherung für die Erstattung braucht.

Zwei Dinge sagen wir vorab ausdrücklich: Wir sind kein Notdienst — bei Lebensgefahr gilt 115. Und bei kleinen Kindern übernehmen wir die Untersuchung und die akute Versorgung, nicht die Langzeitpflege zu Hause, keine Neugeborenen und keine Schwangeren. Bevor jemand losfährt, bestätigen wir, ob in Ihrem Gebiet Personal verfügbar ist, und nennen Ihnen den Preis.

Das Praktischste, was Sie jetzt tun können, dauert eine Minute: speichern Sie die Nummer, bevor Sie fliegen. Hotline +84 94 368 81 15, rund um die Uhr, oder [email protected]. Anrufen, fragen und einen Termin vereinbaren kostet nichts; eine ausführliche Videosprechstunde oder jede weitere ist eine kostenpflichtige Leistung. Wenn Sie nachts im Hotel mit Fieber aufwachen, ist die Nummer dann schon im Telefon.

Quellen: die Impfempfehlungen für Deutschland stammen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut; die Hinweise zum Zielland Vietnam und zu Gelbfieber-Bescheinigungen bei Einreise aus Endemiegebieten von der Reisegesundheitsseite des US-amerikanischen CDC zu Vietnam. Diese Seite gibt sie in Richtungen wieder und ersetzt weder die Beratung noch eine Untersuchung. Die Nennung von RKI, STIKO und CDC dient der Quellenangabe und bedeutet nicht, dass diese Einrichtungen Y Tế Xanh oder unsere Leistungen befürworten.

Häufige Fragen

Welche Impfungen brauche ich für Vietnam?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten, und jede Seite, die Ihnen eine fertige Liste gibt, kennt Ihren Impfpass nicht. Verbindlich sind in Deutschland die Empfehlungen der STIKO am Robert Koch-Institut; für die Reise selbst trifft eine reisemedizinische Beratung die Auswahl. Zur Sprache kommen bei Vietnam typischerweise: die Standardimpfungen nach Impfkalender, Hepatitis A, je nach Reise Typhus und Hepatitis B, sowie bei längeren oder ländlichen Aufenthalten Tollwut und Japanische Enzephalitis. Welche davon für Sie gilt, in welcher Zahl und in welchem Abstand, entscheidet die Beratung — nicht wir.
Sind Impfungen für die Einreise nach Vietnam Pflicht?
Für eine normale Touristenreise ist keine Impfung Einreisevoraussetzung — die Empfehlungen sind Empfehlungen zu Ihrem Schutz, keine Bedingung für das Visum. Eine Ausnahme betrifft Gelbfieber: eine Bescheinigung kann verlangt werden, wenn Sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen oder dort einen längeren Zwischenstopp hatten. Weil Einreisebestimmungen sich ändern, prüfen Sie den aktuellen Stand kurz vor der Reise bei einer amtlichen Quelle und nicht in einem Forum.
Wie lange vorher muss ich zum Arzt?
Als Richtwert etwa vier bis sechs Wochen vor dem Abflug. Bei einem Teil der Impfungen vergehen mehrere Wochen, bis der Schutz aufgebaut ist, und manche brauchen mehr als einen Termin — deshalb der Vorlauf. Ist es schon knapp, gehen Sie trotzdem hin: dann ist nur nicht mehr alles möglich, und was noch geht, sagt Ihnen die Beratung. Der Termin ist auch dann nicht umsonst, weil die Prüfung des Impfpasses immer sinnvoll ist.
Brauche ich eine Malariaprophylaxe für Vietnam?
Malaria ist keine Impfung, und die Frage wird einzeln entschieden. Sie hängt stark davon ab, wohin genau Sie reisen und wie: in den Städten und in weiten Teilen der Küstenregion stellt sie sich anders als in abgelegenen bewaldeten Gebieten, und auch Reisedauer und Jahreszeit spielen hinein. Unabhängig von der Antwort bleibt Mückenschutz die Maßnahme, die Sie auf jeden Fall brauchen — auch wegen Dengue, gegen das eine Malariavorbeugung nichts tut.
Übernimmt meine Krankenkasse die Reiseimpfungen?
Oft ja, aber es ist eine freiwillige Leistung und damit von Kasse zu Kasse unterschiedlich. Fragen Sie vor dem Termin bei Ihrer Kasse nach, welche Reiseimpfungen sie übernimmt und ob Sie etwas vorlegen müssen. Fragen Sie in der Praxis gleich nach einer Rechnung oder Bescheinigung — nachträglich ist das deutlich mühsamer.
Ich bin schon in Vietnam und war nicht beim Arzt. Was jetzt?
Nachträglich ist manches noch sinnvoll und manches nicht mehr, und das ist eine ärztliche Entscheidung, keine Rechenaufgabe. Praktisch wichtiger ist jetzt das, wogegen es ohnehin keine Impfung gibt: Vorsicht bei Wasser und Lebensmitteln, konsequenter Mückenschutz am Tag wie in der Nacht, und Abstand zu Straßentieren. Nach einem Tierbiss oder einer Kratzwunde durch ein Tier warten Sie nicht ab, sondern lassen sich ansehen. Wenn Sie krank werden, können Sie uns anrufen: +84 94 368 81 15, rund um die Uhr. Bei Lebensgefahr gilt 115.
Sprechen Ihre Ärzte Deutsch?
Nein. Unsere Ärztinnen und Ärzte sprechen Englisch, und die Verständigung mit Reisenden läuft auf Englisch. Wenn Sie sich auf Englisch nicht sicher fühlen, sagen Sie das beim Anruf — dann können wir vorab klären, was möglich ist, etwa eine Begleitperson, die übersetzt. Schreiben Sie sich vor dem Gespräch kurz auf: seit wann, was genau, wie es sich verändert hat, welche Medikamente Sie nehmen und welche Allergien bekannt sind. Das hilft mehr als jede Sprachkenntnis.

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Lassen Sie uns Ihre Daten da — die Bereitschaft ruft Sie innerhalb von 5 Minuten zurück. Ihre Nachricht geht direkt an unser medizinisches Bereitschaftsteam, 24/7.

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